Über Frank Goosen
Vita
Frank Goosen wurde 1966 in Bochum geboren. Er studierte Geschichte, Germanistik und Politik an der Ruhr-Universität und bildete ab 1992 mit Jochen Malmsheimer das Literatur-Kabarett-Duo Tresenlesen, das sich 2000 nach fast eintausend Auftritten vorübergehend auflöste, 2020 wieder zusammenfand und seit 2022 auch wieder live auftritt.
In den Neunziger Jahren war er an diversen Projekten in der Freien Bochumer Theaterszene beteiligt und leitete ein Jahr das Zimmertheater „Ecce Homo“. Am prinz regent theater in Bochum wirkte er unter anderem in der Welturaufführung von „Die Wellen“ nach Virginia Woolf mit und, zusammen mit Jochen Malmsheimer, in einem Einakter nach Samuel Beckett.
2001 erschien seiner erster Roman „Liegen lernen“, der 2003 verfilmt wurde. Es folgten weitere Romane und Erzählbände, von denen einige verfilmt und für die Bühne bearbeitet wurden. Von 2010 bis 2017 war Frank Goosen Mitglied im Aufsichtsrat des VfL Bochum 1848. Von 2011 bis 2015 trainierte er eine Jugendfußballmannschaft bei der DJK Arminia Bochum und sammelte dabei Erfahrungen, die in seinen Fußballroman „Spiel ab!“ (2023) einflossen. Seine Bücher liest Frank Goosen selbst als Hörbücher ein, macht das aber bisweilen auch mit Texten anderer Autoren. Er lebt mit seiner Familie in Bochum und hat für sich und seine beiden mittlerweile erwachsenen Söhne nach wie vor drei Dauerkarten beim VfL.
Filme
- 2003 „Liegen lernen“, Drehbuch & Regie Hendrik Handloegten
- 2016 „Radio Heimat“, Drehbuch & Regie Matthias Kutschmann
- 2017 „Sommerfest“, Drehbuch & Regie Sönke Wortmann
- 2018 „So viel Zeit“, Drehbuch Stefan Kolditz, Regie Philipp Kadelbach
Theaterstücke
- 1994 „Schneeweißchen und Rosenrot oder Der Untergang des Zwergengeschlechts“, Theater Ecce Homo, Bochum, Text und Regie Frank Goosen
- 1995 „Exit“, Theater Ecce Homo Bochum, Text: Frank Goosen, Regie Birgit Baumann
- 1995 „Tausend Jahre: Null“, Konzept und Regie: Birgit Baumann und Frank Goosen
- 1998 „Wo ist Mike? - Zwei Einakter“, Text: Frank Goosen, Regie Thomas Oliver Niehaus
- 2011 „Liegen lernen“, Westfälisches Landestheater Castrop Rauxel, Bühnenfassung Christian Scholze, Regie Wolfgang Hagemann
- 2014 „So viel Zeit“, Theater Oberhausen, Bühnenfassung Stefanie Carp, Regie Peter Carp
- 2015 „Raketenmänner“, Theater Oberhausen, Bühnenfassung Frank Goosen, Regie Peter Carp
- 2016 „Sommerfest“, prinz regent theater Bochum, Bühnenfassung Frank Weiß, Regie Romy Schmidt
- 2024 „Sommerfest“, Westfälisches Landestheater Castrop Rauxel, Bühnenfassung und Regie Martin Schulze
- 2024 „Sommerfest“, Ohnsorg Theater Hamburg, Bühnenfassung Frank Grupe, Regie Marc Becker
Preise
- 1997 Prix Pantheon (mit Tresenlesen)
- 1998 Salzburger Stier (mit Tresenlesen)
- 2003 Literaturpreis Ruhr
- 2005 Moritz-Fiege-Bierkutschermütze
- 2007 Ehrenpreis des Bochumer Marketing-Club
- 2010 Goldene Grubenlampe der Großen Bochumer Karnevalsgesellschaft
- 2021 Heimathurz
- 2023 Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz zum Deutschen Kleinkunstpreis (mit Tresenlesen)