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Frank Goosen //

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Karneval auf der Kegelbahn

A propos krankes Licht im Backstage: Das „Franz” in Aachen kann da locker mit der Zeche Carl in Essen mithalten. Die Garderobe ist eine Kegelbahn. Die Catering-Brötchen kommen unter einer schönen Glasglocke daher, und an der Toilettentür hängt ein Schild „Parken verboten”. Über die alte Gegensprechanlage hört man die Musik, die oben in der Kneipe läuft, aber nur ganz leise, was natürlich nerviger ist als laut, denn wenn es laut genug wäre, könnte man erkennen, was es ist und dann ablehnen oder feiern, aber so fragt man sich immer: Was ist das?, geht ganz nah ran und erkennt es immer noch nicht.

Die Kegelbahn ist voll funktionstüchtig. Der Veranstalter meint, ich könnte ja eine Runde kegeln, ganz allein. „Ich würde sagen, du hast gute Chancen zu gewinnen.” Man merkt gleich, Aachen ist Karnevalshochburg, hier sind wirklich alle witzig.

Hater Cookies revisited

Als ich gestern vor der Lesung in der Mayerschen Buchhandlung in Dortmund Werbung für "intelligente Knete" sah, dachte ich, ich hätte den Post für heute schon gefunden, aber dann kam nach der Lesung Ian Maugherman und schenkte mir eine Packung Kekse. Als ich genauer hinsah, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Ian ist Mediendesigner und hat die Packung zu den Keksen selbst entworfen und gebaut. "Hater Cookies" spielt auf Kapitel 39 in meinem Roman "Förster, mein Förster" an. Wie immer sind es die Details, die das Werk besonders machen. Seht Euch deshalb das Foto ganz in Ruhe an. Auf der Rückseite steht auch noch "Was der Mensch braucht, das muss er haben" - ein alter Spruch meines ehemaligen Lieblingswirtes Siggi Mordau, zu einer Geschichte verarbeitet in "Radio Heimat". Wer alle Anspielungen auf der Packung verstehen will, muss mindestens den Förster lesen. Vielen Dank, Ian!

Krankes Licht in Essen

Interessantes Licht in der Garderobe der Zeche Carl in Essen. Falls sich einer fragt, was man als Bühnenkünstler in der Pause so macht: Selfies in krankem Licht. Und Fotos mit der Hauptkamera des Handys. Und dann fällt es runter, bleibt aber ganz. Abenteuer in der modernen Welt...

Der Plural von Ananas

Das war ein rauschender Abend gestern in den Kammerspielen! „Goosens Neue Bücher“ mit Sarah Marie Latza und Jakob Hein! Wir haben gelernt: Sarah ist (wahrscheinlich) nicht mit Danny verwandt und hat eine Omma, die fast so cool ist wie meine. Jakob weiß jetzt, dass er während des Berlin-Marathons länger als eine Stunde bis zum Bahnhof braucht und legt sich, wenn es sein muss, auch mit Taxifahrern an. Markus hat herausgefunden, dass der korrekte Plural von Ananas nur „Ananässer“ heißen kann. Und ich bin einfach glücklich, dass ich meine Zeit mit solchen Leuten verbringen darf.